Ärztepolka

Ich weiß nicht so recht wie ich diesen Beitrag beginnen soll. Ich weiß auch nicht ob ich bei diesem Beitrag lachen oder weinen soll. Ich weiß noch nicht mal ob ich ihn überhaupt schreiben soll. Also eigentlich weiß ich nichts und habe null Ahnung. Damit habe ich ungefähr soviel Ahung wie der Arzt in der Kassenärztlichen Notfallpraxis in der Kreisstadt. Diesen Großmeister seiner Zunft waren wir gestern gezwungen aufzusuchen da Manulein über starke Schmerzen im Bereich der Nieren und der Lendenwirbel klagte.

Wer Manu kennt weiß das man sie wirklich nur dann zu einem Medizinmann bekommt wenn es ihr wirklich schelcht geht. Und selbst dann Bedarf es noch einigem gutem zureden. Wie dem auch sein gestern morgen ist es mir gelungen, sie stieg in meinen Wagen, wir fuhren in die Kreisstadt und da zu besagter Notfallpraxis. Die Anmeldung bei der Arzthelferin war auch problemlos und die Wartezeit erstaunlich kurz.

Ebenso kurz wie die Wartezeit war allerdings auch die Phase der Diagnosebildung seitens des behandelnen Arztes. Er stellte genau zwei Fragen, drücke einmal auf Manus Rücken herum und stellte dann die Diagnose: „Muskelverspannung“. Nun ich bin ich sicherlich kein Mediziner aber etwas Ahung habe ich schon. So weiß ich zum Beispiel das starke Schmerzen zu Verspannungen führen wobei die Schmerzen nicht durch die Verspannung ausgelöst werden. Diese Möglichkeit jedoch zog der Herr Neurologe garnicht erst in betracht sondern verschrieb ein Schmerzmittel sowie ein muskelentspannendes Medikament.

So ganz traute weder Manu noch ich dem Braten aber mehr als abwarten konnten wir nicht tun. Gegen Abend jedoch zeigte sich das die Einnahme des Schmerzmittels die Angelegenheit nicht besser sondern schlechter gemacht hatte und so fand sich Manu bereit nocheinmal einen Arzt aufzusuchen. Diesmal allerdings fuhren wir in die Chirogische Ambulanz des örtlichen Krankenhauses.

Und siehe da: Der dort behandelde Arzt stellte ein paar mehr Fragen und warf schon nach der vierten Ffage die Diagnose seines Kollegen über den Haufen. Zitat: „Das ist was mit den Nieren.“ Bingo. War das nicht das was ich heute morgen schon…ach egal.

Jedenfalls stand nach einer Ultraschalluntersuchung, einer Urinprobe und deren Analyse sowie eines kleinen Blutbildes der Befund fest und somit auch die Behandlungsweise. Der komplizierteste Teil dabei war die Sache mit dem Blutbild den mein Manuschatz hat, wir sind ja unter uns drum kann ich es sagen, Angst vor Spritzen, Nadeln und allem was pickt. Seltsamerweise war es der Krankenhausbesatzung jedoch nicht möglich auch ein Rezept für die benötigten Medikamente auszustellen soe twas dürfte, so wurde uns gesagt, nur der Hausarzt. Aha, man lernt nicht aus im Gesundheitssystem früher wars anders aber nunja.

Also suchten wir heute morgen notgedrungen unseren Hausarzt auf und bekammen, nachdem wir unsere Geschichte erzählt hatten zu hören: „Das ist eine Unverschämtheit, natürlich dürfen die das rezeptieren, die sind eine kassenärztlich zugelassene Notfallpraxis.“

Irgendwie komme ich mir gewaltig verarscht vor. Das man an einen Notfallarzt geraten kann der keine Lust, Ahnung oder sonst etwas nicht hat okay aber das man von Pontius zu Pilatus geschickt wird weil jeder nur an sein Budget denkt das kann es einfach nicht sein. Man stelle sich vor es hätte sich um eine schlimmere Krankheit gehandelt oder es wäre in der Nacht zu einer Verschlechterung gekommen.

Ich zahle als Jahr für Jahr mehr an Krankenkassenbeiträgen und die Leistungen werden beständig schlechter. Bilde ich es mir nur ein oder läuft da irgendwie etwas schief?

Ich weiß der Titel ist doof und irgendwie nicht so passend aber mir ist nichts eingefallen, sollte also jemand einen besseren Vorschlag haben für den Titel so darf er sich gerne melden. :-)

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